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Progger

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  • »Progger« ist männlich
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1

Samstag, 9. Juni 2018, 12:20

Laderaumabdeckung reparieren?

moin moin
wenn einer glaubt der W124 ist irgendwann fertig, der täuscht sich.. irgendwas ist immer :cursing:

hab die Heckklappe aufgemacht und ein leichter Knall und die Laderaumabdeckung ist ohne Feder-Rückzug. bzw hängt durch.
Hat schon mal jemand das Teil zerpflückt und repariert?


Progger

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  • »Progger« ist männlich
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2

Donnerstag, 14. Juni 2018, 16:07

Hat schon mal jemand das Teil zerpflückt und repariert?

Jepp, ich :D

Hab alles auseinander genommen und den Federbruch behoben. jetzt noch zusammenbauen.


  • »S124-Freund« ist männlich

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3

Dienstag, 2. April 2019, 12:11

Laderaumabdeckung reparieren

Hat schon mal jemand das Teil zerpflückt und repariert?
Hab das gerade gemacht und das mal aufgeschrieben. Ein paar Fotos sind auch angehängt.




Laderaumrollo Reparatur S124




Bei mir zog das Gepäcknetz nicht mehr ein, also musste eine Reparatur erfolgen. Dazu hebelte ich vorsichtig die Plastikkappen von der Alubox. Dabei entspannt sich die Rolle, die noch funktioniert. Hierbei besteht Verletzungsgefahr! Die Rollen können jetzt aus der Alubox herausgezogen und ausgerollt werden. Nun müssen die Kunststofflager der kaputten Rolle ausgebaut werden.




Dazu die Kerbschläge – drei je Lager – mit einem 5 mm Bohrer soweit ausbohren, damit das Lager keinen Formschluss mit der Metallröhre mehr hat und mit einem Schraubenzieher vorsichtig herausgehebelt werden kann. Am Besten erst die Seite ohne die abgeflachte Welle herausfrickeln. Die Andere Seite dann auch lockern und ein Stück herausziehen. Nun mit einem Rohr, welches etwas länger als die Hälfte des Rollorohres sein muss von der Gegenseite vorsichtig hineindrücken.




Ungefähr auf der Hälfte des Rollorohres wird die Gegenhaltewelle in einem Filzlager geführt, der herausgedrückt werden muss, um die Spannfedermechanik auszubauen. Die Spannfedermechanik ist folgendermaßen aufgebaut: Auf einer Welle mit abgeflachtem Ende (welches in der Plasikkappe sitzt), ist ein Kunststofflager gesteckt, dann ein Papprohr darüber eine lange Spiralfeder, die auf dem Kunststofflager steckt und auf der anderen Seite an der Welle befestigt ist. Auf dieser Seite wird die Welle in einem Filzlager geführt. Über der Spiralfeder steckt als Schutz ein Kunststoffschlauch.




Zum Auseinanderbauen der Spannfedermechanik muss zuerst eine kleine Unterlegscheibe, die das Filzlager in Position hält, entfern werden. Die Scheibe ist durch Kerben auf der Welle befestigt. Die Kerben mit einer Schlüsselfeile glattfeilen, dann kann die Schiebe und das Filzlager abgenommen werden. Nun lässt sich auch der Kunststoffschlauch herunter schieben.




Es war nun zu erkennen woran der Fehler lag: Die Spannfeder hat sich von dem Lager gelöst. Es war aber nichts gebrochen. Die Spannfeder ließ sich relativ leicht wieder auf den Lagersitz schieben, jedoch genauso leicht wieder lösen. Um das zu verhindern habe ich mit Rödeldraht das Federende auf dem Kunststofflager befestigt. Belastungstests haben ergeben, dass nun alles wieder bombenfest sitzt.




Der Zusammenbau erfolgt nun in umgekehrter Reihenfolge, vorher die Feder leicht einfetten, damit sie nicht rostet. Die abschließende Unterlegscheibe, die das Filzlager in Position hält, wird durch Körnerschläge auf der Welle wieder befestigt. Nun wird die Spannfedermechanik wieder in das Rollorohr geschoben, die Kunststofflager werden an den Rohrenden vorsichtig in ihren alten Sitz gepresst und mit Körnerschlägen wieder fixiert.




Nun kommt der schwierigste Teil: Die Vorspannung auf die Rollos geben und der Zusammenbau der Plastikkappen. Dazu die zusammengerollten Rollos richtig herum in die Alubox schieben. (Das Gitterrollo muss am Ende im oberen Schacht laufen und die Abrollrichtung muss beachtet werden.) Die Rollos schauen an dem Wellenende ca. 15 cm bis 20 cm aus der Box heraus. Die Gegenhaltewinkel werden auf die abgeflachten Wellenenden geschoben. Das erste Rollo wird nun vorgespannt. Auf dem Kunststofflager ist die Drehrichtung für die Vorspannung mit einem kleinen Pfeil markiert. In diese Richtung wird die Welle mit Gegenhaltewinkel nun 10 Umdrehungen gedreht. Den Gegenhaltewinkel mit einer Spitzzange festhalten und Winkel und Wellenende in die Plastikkappe einsetzen. Das ist etwas frickelig und man kann sich verletzen. Ich habe mehrere Versuche gebraucht. Nun wird das erste Rollo auf Spannung gehalten und das zweite Rollo wird genauso vorgespannt. Beim Einsetzen des zweiten Rollos in die Kappe muss man aufpassen, dass das erste nicht wieder herausspringt. Jetzt vorsichtig die Alubox auf die Kappe schieben, sodass sie einrastet. Die Rollen müssen beide auf Druck Richtung Wellenende gehalten werden, damit sie nicht herausspringen und sich wieder Entspannen. Nun wird vorsichtig die andere Kunststoffkappe auf die Alubox beschoben. Dabei ist zu beachten, dass die Rollolager richtig in der Kunststoffkappe positioniert werden. Wenn alles passt, die Kappe auf der Alubox einrasten. Geschafft!




Ich habe die Kunststoffkappen mit je 2 kleinen 3 mm Blindnieten an geeigneten Stelle befestigt, da die Kunststoffrastnasen nicht mehr gut gehalten haben.



Viele Grüße
Gerd
»S124-Freund« hat folgende Bilder angehängt:
  • IMG_5729.jpg
  • IMG_5730.jpg
  • IMG_5731 (1).jpg
  • IMG_5733 (1).jpg
  • IMG_5734 (1).jpg

Progger

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4

Dienstag, 2. April 2019, 17:13

Die Kunssttoffhülse hat ein Gewinde, da eine Schraube rein und damit die Welle stoppen. Man kann dann die vorgespannte Welle ohne Probleme in den Alukörper einschieben. Hier darauf achten das die Schraube so sitzt das diese durch den Aufrollschlitz wieder entfernt werden kann.


  • »S124-Freund« ist männlich

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5

Mittwoch, 3. April 2019, 10:26

Jo, Progger, danke für den Tipp! Ist halt gut konstruiert der Wagen. Da werde ich das nächst Mal sicher nicht so zerschundene Finger haben ;-)

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